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Autonomous Commerce

Emporix expandiert nach Benelux: Was das für Hersteller und Großhändler in der Region bedeutet

Für Hersteller und Großhändler in den Niederlanden und Belgien entscheidet sich die Wahl einer Commerce-Plattform selten an der Funktionsliste. Entscheidend ist, wer die Software mit dem ERP, den kundenspezifischen Preisen und den Rechnungsvorgaben zusammenbringt, mit denen das Geschäft heute läuft, und wie schnell der erste Prozess produktiv geht. An dieser Frage hat Emporix seinen Markteintritt ausgerichtet. Diese Woche hat das Unternehmen seine Expansion nach Benelux bekanntgegeben, Marnix Dekker zum Head of Sales für Benelux, die nordischen Länder sowie Großbritannien und Irland ernannt und arbeitet in den Niederlanden und Belgien bereits mit vier Implementierungspartnern zusammen (Pressemitteilung vom 30. September 2026).

On-Demand-Masterclass: B2B-Bestellungen automatisieren: wie Bestellungen per PDF und E-Mail ohne manuelles Abtippen bis ins ERP gelangen.

 

Emporix in Benelux: eigenes Team, lokale Partner und die ersten niederländischen Kunden

Emporix hat jetzt eine eigene Vertriebsleitung für Benelux, ein Netzwerk aus vier Implementierungspartnern in den Niederlanden und Belgien sowie zwei Kundengewinne in den Niederlanden, die in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden. Damit wird Benelux neben der DACH-Region zu einem Kernmarkt für Emporix.

Emporix in Benelux

Regionale Leitung

Marnix Dekker, Head of Sales für Benelux, die nordischen Länder sowie Großbritannien und Irland

Implementierungspartner

SQLI, foryouandyourcustomers, Kega und Acorel

Marktanerkennung

Im Frühjahr 2026 erstmals im Ranking Emerce 100, Kategorie »Commercial E-Commerce Software«

Kunden

Zwei Kundengewinne in den Niederlanden, Bekanntgabe in den kommenden Wochen

Marnix Dekker wechselt von SQLI Netherlands zu Emporix. Dort war er mehr als fünf Jahre tätig, zuletzt als Sales & Marketing Director, und betreute Kunden aus Handel, Großhandel und Industrie. Bei Emporix soll er gemeinsam mit dem Partnernetzwerk die Präsenz in der Region in Kundenprojekte übersetzen und den Aufbau in den nordischen Ländern, Großbritannien und Irland vorantreiben.

Emporix hat seine Partnerschaften in der Region aufgebaut, bevor das Unternehmen eine Vertriebsleitung eingestellt hat. Warum diese Reihenfolge, erklärt CEO Mark Holenstein in der aktuellen Ausgabe von The Autonomous Commerce Letter (auf Englisch). Für Kunden heißt das konkret: Ein Projekt in den Niederlanden oder Belgien beginnt mit einem Implementierungsteam, das bereits mit B2B-Unternehmen vor Ort arbeitet.

Warum Bestellprozesse in Benelux unter neuen Druck geraten

Seit dem 1. Januar 2026 gilt in Belgien die Pflicht zur strukturierten E-Rechnung zwischen Unternehmen, die Niederlande haben den 1. Juli 2030 als Starttermin angekündigt, und auf EU-Ebene folgen ab demselben Datum digitale Meldepflichten für grenzüberschreitende Geschäfte. Für Anbieter, die in Benelux selbstverständlich über Landesgrenzen hinweg verkaufen, wird die Qualität ihrer Bestelldaten damit zur Compliance-Frage.

In Belgien müssen umsatzsteuerpflichtige Unternehmen untereinander für nahezu alle Transaktionen strukturierte elektronische Rechnungen austauschen, die über das Peppol-Netzwerk versendet werden (FPS Finance, 2026). Diese Rechnungen werden automatisch geprüft, und eine der zwingenden Peppol-Regeln, PEPPOL-EN16931-R003, verlangt auf jeder Rechnung eine Käuferreferenz oder eine Bestellnummer des Kunden (OpenPeppol, Peppol BIS Billing 3.0). Wer PDF-Bestellungen noch von Hand ins ERP abtippt und dabei das Referenzfeld leer lässt, erhält Wochen später eine abgelehnte Rechnung. Für deutsche Lieferanten ohne Niederlassung in Belgien gilt die Pflicht zwar nicht, ihre belgischen Kunden haben die Kreditorenbuchhaltung aber auf strukturierte Rechnungen umgestellt, und jede PDF-Rechnung bedeutet dort zusätzliche Handarbeit.

In den Niederlanden hat das Kabinett am 11. September 2026 angekündigt, die E-Rechnung für Unternehmen zum 1. Juli 2030 einzuführen, und zwar für inländische wie grenzüberschreitende Geschäfte zwischen Unternehmen; die digitale Meldepflicht soll zum 1. Juli 2031 folgen. Der Gesetzentwurf geht in diesem Herbst in die öffentliche Konsultation (Rijksoverheid, 2026). Auf EU-Ebene bringt das Paket »VAT in the Digital Age« ab dem 1. Juli 2030 digitale Meldepflichten für grenzüberschreitende B2B-Umsätze (Europäische Kommission, 2025). Wer über Benelux hinaus auch nach Deutschland verkauft, muss mit denselben Bestelldaten also mehrere Vorgaben erfüllen. Unternehmen, die diese Daten beim Bestelleingang korrekt erfassen, müssen sie nicht für jedes Land einzeln nachbessern.

Was Autonomous Commerce Execution für Anbieter in Benelux verändert

Emporix ist eine Autonomous-Commerce-Execution-Plattform für B2B-Hersteller und -Großhändler. Für einen Anbieter in den Niederlanden oder Belgien bedeutet das, dass Prozesse wie die Bestellannahme, die Preisfindung nach Kundenvertrag und die Behandlung von Ausnahmen über das ERP und die bestehenden Systeme hinweg laufen, statt davon abzuhängen, dass jemand jede Bestellung von Hand weiterbewegt.

Autonomous Commerce Execution ist ein Betriebsmodell, in dem Commerce-Prozesse über die Systeme hinweg, die ein Unternehmen bereits betreibt (ERP, Preisfindung, Bestandsmanagement, Fulfillment und Service), beobachten, entscheiden und handeln, ohne dass ein Mensch jeden Schritt anstoßen muss. Menschen bleiben bei den Entscheidungen eingebunden, die Urteilsvermögen erfordern. Emporix ACE ist die Plattform, die dieses Modell umsetzt.

Die Prozesse laufen als Value Streams. Ein Value Stream ist ein vorgefertigter, konfigurierbarer Geschäftsprozess, der Customer Journeys, interne Workflows und Daten systemübergreifend verbindet, vom Auslöser bis zum Ergebnis, zum Beispiel von einer eingehenden PDF-Bestellung bis zum bestätigten Auftrag im ERP. Genau dort spüren viele Anbieter in Benelux den Druck der E-Rechnung zuerst. Der Value Stream von Emporix für automatisierte PDF- und E-Mail-Bestellungen erfasst die Referenz des Käufers und prüft die Bestellung, bevor sie ins ERP gelangt; Ausnahmen, die die Regeln markieren, prüfen Mitarbeitende. Weitere typische Einstiegspunkte sind kundenspezifische Preise und Angebote sowie das Onboarding neuer B2B-Kunden. Fachbereiche passen Value Streams in einem No-Code-Modeler an, und das ERP bleibt bestehen.

Zu den bestehenden Kunden von Emporix gehören Unternehmen, deren Ausgangslage der eines Anbieters in Benelux sehr ähnlich ist: mehrere Länder, kundenspezifische Preise, SAP im Zentrum und ein großer Teil der Bestellungen, der noch per E-Mail eingeht.

Kunde

Profil

Was auf Emporix läuft

Berner Group

Großhändler für Werkzeuge und Chemie, 1,1 Mrd. € Umsatz, mehr als 500.000 Kunden

Sieben große Ländergesellschaften werden auf einer Plattform zusammengeführt, beim Wechsel von SAP Commerce, mit kundenspezifischen Preisen über Ländergrenzen hinweg

Vaillant Group

Hersteller von Heiztechnik mit acht Marken in mehr als 60 Ländern

Ein gemeinsamer Commerce-Kern ersetzt zersplitterte Webshops in 13 Ländergesellschaften, angebunden an SAP ECC, S/4HANA und Salesforce

LMT Tools

Werkzeughersteller mit Standorten in Europa, den USA, Indien und China

Ein B2B-Self-Service-Portal für Kataloge, Preise und Bestellhistorie

ACR

Großhändler für Foodservice-Bedarf in den USA und Kanada

Automatisierte Annahme von rund 2.000 Bestellungen pro Monat per E-Mail und PDF; KI liest und prüft jede Bestellung, bevor sie ins ERP geht, und die Bearbeitungszeit sinkt von etwa acht Minuten auf unter 60 Sekunden pro Bestellung

Das Projekt von LMT Tools wurde von foryouandyourcustomers umgesetzt, deren niederländische Gesellschaft zu den vier Benelux-Partnern von Emporix gehört, und folgte dem unten beschriebenen Vorgehen: zunächst den Nutzen in der DACH-Region belegen, dann auf weitere Märkte und Regionen ausweiten. Die Berner Group hat sich nach einem Proof of Concept mit zwei Anbietern für Emporix entschieden. »Nach einem gründlichen Auswahlprozess und einem Proof of Concept mit zwei Anbietern hat sich Emporix bei den Plattformfähigkeiten, der Innovationskraft und der Passung zu unserer künftigen Architektur klar abgehoben. Zusammen mit einem engagierten Senior-Team gibt uns das großes Vertrauen in ein erfolgreiches Projekt«, sagt Rob Noordman, Team Lead Software Product Management bei der Berner Group. 

So beginnt ein Projekt mit Emporix in den Niederlanden und Belgien

Projekte mit Emporix sind darauf ausgelegt, mit einem einzelnen Prozess zu beginnen statt mit einem kompletten Replatforming, umgesetzt von einem lokalen Partner auf Basis des bestehenden ERP. Ein typisches erstes Projekt verläuft in vier Schritten.

  1. Erfassen, wo Bestellungen noch manuell bearbeitet werden, nach Kanal und Kundengruppe, und abschätzen, was diese Bearbeitung kostet.
  2. Den ersten Value Stream dort wählen, wo der manuelle Aufwand oder das Compliance-Risiko am höchsten ist, häufig bei der Bestellannahme oder der Preisfindung nach Kundenvertrag.
  3. Den Value Stream mit einem der Benelux-Partner umsetzen, angebunden an das ERP und die bestehenden Systeme.
  4. Das Ergebnis messen, etwa die manuellen Eingriffe pro Bestellung oder den Anteil der Rechnungen, die beim ersten Versand angenommen werden, und dann den nächsten Prozess angehen.

Ein partnergeführtes Modell hat eine Abhängigkeit, die Sie vor Projektbeginn prüfen sollten. Die Qualität der Umsetzung hängt am Partnerteam, das dafür eingesetzt wird. Fragen Sie deshalb, welches Team die Arbeit übernimmt und wie viele vergleichbare B2B-Projekte es bereits umgesetzt hat, unabhängig davon, welche Plattform Sie bewerten.

Häufige Fragen

01

Ist Emporix für Unternehmen in den Niederlanden und Belgien verfügbar?

Ja. Emporix ist nach Benelux expandiert und arbeitet mit Herstellern, Großhändlern und Distributoren in den Niederlanden und Belgien über lokale Implementierungspartner zusammen. Marnix Dekker leitet den Vertrieb in der Region, und Benelux ist neben der DACH-Region nun ein Kernmarkt für Emporix.

02

Mit welchen Implementierungspartnern arbeitet Emporix in Benelux?

Emporix arbeitet in den Niederlanden und Belgien mit SQLI, foryouandyourcustomers, Kega und Acorel zusammen. Die Partnerschaften sind in den zwölf Monaten vor der Ernennung einer regionalen Vertriebsleitung entstanden. So beginnen Kundenprojekte mit Implementierungsteams, die bereits mit B2B-Unternehmen in der Region arbeiten und die Systeme kennen, durch die deren Bestellungen laufen.

03

Was ist Autonomous Commerce Execution?

Autonomous Commerce Execution ist ein Betriebsmodell, in dem Commerce-Prozesse über die Systeme hinweg, die ein Unternehmen bereits betreibt (ERP, Preisfindung, Bestandsmanagement, Fulfillment und Service), beobachten, entscheiden und handeln, ohne dass ein Mensch jeden Schritt anstoßen muss. Menschen bleiben bei den Entscheidungen eingebunden, die Urteilsvermögen erfordern. Emporix ACE ist die Plattform, die dieses Modell umsetzt.

 

Wie es für Emporix in Benelux weitergeht

In den kommenden Wochen folgen die Bekanntgabe der ersten beiden niederländischen Kunden und der Produkt-Launch von Emporix am 20. Oktober in Zug. Danach geht es darum, ein Jahr Aufbauarbeit mit den Partnern in Kundenprojekte mit Herstellern und Großhändlern in den Niederlanden und Belgien zu übersetzen. Für Anbieter in der Region ist der Zeitpunkt relevant, weil die Bestelldaten, die die belgische E-Rechnung heute verlangt, dieselben sind, die die niederländischen Vorgaben ab 2030 verlangen, und Prozesse, die jetzt sauber aufgesetzt werden, kein zweites Mal angepasst werden müssen.

Autonomous Commerce Execution in Aktion erleben: Sprechen Sie mit einem Experten über die Bestellprozesse, die Ihr Team heute noch manuell bearbeitet.

 

 

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